Wo bleibt denn nur der Schnee???
Ja!!! Am Wochenende war ich zum erstenmal diesen Winter Ski fahren. Und zwar in Chamrousse, einem kleinen Skigebiet in der Nähe von Grenoble. Es lag zwar viel zu wenig Schnee, aber es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht. Davon gibt´s auch wieder viele Bilder.
Ansonsten gibt es nix Neues zu berichten. Ich arbeite viel und bin grad dabei meinen Beleg zu schreiben, weshalb ich nicht mehr ganz soviel Zeit für solche Trips habe (oder Partys…).
Und in nicht mehr ganz zwei Wochen kommen meine Eltern mich besuchen. Bis dahin muss ich einen Großteil meiner Arbeit fertig haben, damit ich dann viel mit Ihnen unternehmen kann. Danach hab ich bestimmt auch wieder mehr zu erzählen.
Heute Abend hab ich nach 5 langen Wochen Thomas endlich wieder gesehen. Zwar nur per Webcam, aber es war trotzdem so schön.
So, das war´s erstmal von mir. Ich hoffe, dass diesmal wieder jemand einen Comment schreibt… [das macht nämlich fast niemand... *ganz traurig sei*]
Liebe Grüße an Alle!!!
Wieder in Frankreich!
Seit dem 05.01.07 hat mich Grenoble wieder. Leider… Denn mein Heimaturlaub hätte noch ewig dauern können (ich vermiss Thomas sooo doll).
Naja, ich kann´s ja ni ändern (hab´s mir auch selbst rausgesucht… jaja, ich sollte aufhören zu jammern…ich weiß…), dafür hab ich aber auf Arbeit ne Menge Stress, sodass ich immer abgelenkt bin. Und ich muss langsam mal in die Gänge kommen und mit dem Schreiben meines “kleinen Belegs” anfangen. Da ich den in Englisch schreibe, dauert´s bestimmt ne Weile…
Am Wochenende wollte ich eigentlich Ski fahren gehen, aber aufgrung des Schneemangels haben mich meine Freunde mit zum Klettern genommen. Das war so toll… ich kann´s gar ni in Worte fassen. Auf jeden Fall hat´s super viel Spaß gemacht und das Wetter war auch herrlich (15°C, blauer Himmel, Sonnenschein… und ringsum schneebedeckte Berge).
Bei Gelegenheit werd ich auch mal ne Landschaftsaufnahme von Grenoble + schneebedeckte Berge reinstellen (ich vergess nur immer die Kamera mitzunehmen…).
Sonst gibt´s nix neues. Werd mich aber bald wieder melden.
Liebe Grüße nach Deutschland, Katrin
Nur noch 9 Tage!!!
Hallo Ihr lieben in Deutschland!
Jetzt sind es nur noch 9 Tage bis ich wieder in Deutschland bin und ich freu mich von Tag zu Tag mehr darauf. Aber ich hab noch gar keine Weihnachtsgeschenke gekauft (naja, eins ist zumindest in Arbeit). Werd mich morgen und am Samstag mal ins Getümmel stürzen und meine Weihnachtseinkäufe erledigen.
Ansonsten gehts mir hier ganz gut. Hab zur Zeit viel auf Arbeit zu tun und mein Partyleben hat sich etwas normalisiert (2x pro Woche ist ja ok!). Werde mich heute Abend mal mit nem Mädel treffen, dass ich letzten Monat kennengelernt hab. Mal schaun wie’s wird…
Am Samstag hab ich es endlich mal geschafft nach Lyon zu fahren. Die Zugfahrt hat ungefähr 1,5h gedauert und gegen 9.30Uhr war ich dann in Lyon. Da es vom Bahnhof ca. 2km bis in die Innenstadt sind, wollte ich mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel diese Strecke zurücklegen. Aber (immer trifft es mich!) an diesem Tag haben alle Mitarbeiter von Bus, Strassenbahn und Metro gestreikt, was in einer Stadt mit rund 2 Millionen natürlich im Chaos endet. Nach anfänglichen Warten auf einen der wenigen Busse die noch fuhren, hab ich mich dann doch für’s Laufen entschieden. Nach 30min hatte ich dann das Zentrum erreicht und bin erstmal ins “Maison du Tourisme” gegangen. Dort hab ich für den Nachmittag einen Stadtrundgang durch die Altstadt gebucht (ja, Bildung muss sein!). Danach bin ich zur “Basilique Notre Dame de Fourvière” gewandert. War sehr interessant, aber auch anstrengend! Dann bin ich wieder zurück in die Stadt und seit langem mal wieder mit einem Riesenrad gefahren. Der Ausblick über die Stadt war wirklich super, vor allem weil in dem Moment grad mal die Sonne schien. Anschliessend hab ich mir noch einige Sehenswürdigkeiten in der Altstadt angeschaut und dann ging mein Stadtrundgang auch schon los. Dabei hab ich viel über Architektur, Kunst und Kultur von Lyon erfahren. Aber das alles zu berichten, würde ewig dauern… Abends bin ich dann noch ein wenig shoppen gegangen und um 19.20Uhr fuhr mein Zug auch schon wieder zurück nach Grenoble. Nach soviel hin und her laufen, war ich wirklich froh, als ich endlich im Zug saß. Ich muss sagen, dass mir Lyon wirklich gefallen hat. Es ist eine richtige schöne Stadt (Grenoble wirkt da vergleichweise wie ein Dorf), mit einer sehr interessanten Geschichte, Architektur und Kultur. Sehr empfehlenswert!!!
So, sonst gibt’s nix neues! Deshalb werde ich jetzt weiterarbeiten und wünsche allen noch eine schöne Woche und einen erholsamen 3. Advent.
Bis bald…
Nur noch 18 Tage!
Ja, ich bin schon ganz aufgeregt. In 18 Tagen bin ich endlich wieder zu Hause (zumindest für 2 Wochen). Und ich freu mich so doll auf Weihnachten… Aber am meisten freu ich mich darauf endlich Thomas wiederzusehen.
Aus Grenoble gibt es diesmal nicht soviel Neues zu berichten. Ich geh nach wie vor jede Woche weg, z.B. zum Fussball gucken oder eben einfach nur zum Bier trinken und Party machen.
Vom 24. – 26.11. habe ich am “Synchrotron” gearbeitet. War sehr interessant, aber ich musste immer früh um 5 Uhr aufstehen und bis abends 17Uhr arbeiten. Deswegen gibt es von diesem Wochenende nix zu berichten.Am Montag (27.11.) hab ich dann endlich meine “Neufbox” bekommen. Seitdem bin ich echt am Dauertelefonieren. Aber das ist so toll!!! Wenigstens muss meine Familie jetzt kein Geld mehr für hohe Telefonrechnungen ausgeben.
Letzten Donnerstag war ich zum ersten Mal bei der Verteidigung einer Doktorarbeit. War schon interessant, aber ich hab leider nicht wirklich viel verstanden. Danach war dann ein kleiner Empfang, wo es echt ganz schön viel Alkohol gab (und man sollte ja danach eigentlich noch arbeiten)… Naja… Am Abend war dann die offizielle Party im Metropolitain. War sehr lustig… 
Am Freitag (01.12.) war dann die Abschiedsparty von Seb auf Château de Rivoiranche (liegt im Vercors). War ebenfalls sehr lustig, obwohl es immer noch sehr anstrengend ist, sich den ganzen Abend in Französisch zu unterhalten. Aber es wird besser… hoff ich zumindest! Samstag war dann Schlaftag, denn ich war nach drei Partytagen echt müde. Dafür hab ich dann Nachts einen “The O.C.” Marathon gemacht und 10 Folgen am Stück geschaut.
Gestern hab ich dann mit nem Kumpel den 1. Advent gefeiert, so mit Kaffee, Stollen und Plätzchen. Jetzt bin ich wirklich schon in richtig schöner vorweihnachtlicher Stimmung.
So, das wars erstmal von mir. Bis bald… 
Der wunderschöne Herbst ist zu Ende!
Hallo Ihr lieben in Deutschland. Es tut mir wirklich sehr leid, dass ich mich letzte Woche nicht gemeldet habe, aber das lag einfach nur daran, dass es nichts Spannendes zu berichten gab.
Die letzten zwei Woche war ich (wie üblich) abends wieder viel unterwegs und hab die Kneipenkultur von Grenoble erkundet. Am Samstag (11.11.06) hab ich mir mit Robert zusammen den Film „Die schwarze Dahlie“ angeschaut. Ich muss aber sagen, dass der Film auf Englisch nicht leicht zu verstehen war. War aber trotzdem gut.Am Mittwoch (15.11.06) war ich mit Mohamed im „The London Pub“ und da wurde das Fußballspiel „Zypern-Deutschland“ live übertragen. Da habe ich auch wieder neue Leute aus Deutschland kennen gelernt und zwar Moritz, Matthias und Bernd. Mit den Dreien war ich dann auch am Donnerstag (16.11.06) beim „nouveau Beaujolais“, das heißt, wir haben in einem gemütlichen Café den neuen Wein der Saison getrunken. Und der Wein hat wirklich sehr gut geschmeckt, aber ich bevorzuge trotzdem Bier. JIn der Woche ist in Grenoble auch noch etwas Anderes passiert. Und zwar haben am Dienstag (14.11.) die Mitarbeiter von der Bus- und Bahngesellschaft sowie alle Postmitarbeiter gestreikt. Und die liebe Katrin musste an diesem Tag bei „Minatec“ die ersten Untersuchungen am REM machen. Tja, und das „Minatec“ befindet sich am entgegengesetzten Ende der Stadt (im Vergleich zur Universität). Also morgens um 9 Uhr ist die Straßenbahn noch gefahren, aber als ich um 14 Uhr wieder zurück in die Uni wollte, fuhr dann eben keine Straßenbahn mehr. Da bin ich dann ca. 10min zum Bahnhof gelaufen, hab mich ein Stück von einem Überlandbus mitnehmen lassen und musste dann nochmals 20min laufen. War schon seltsam. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass in Dresden einfach mal so die Straßenbahn nicht fährt. Das wäre das totale Chaos…Am Donnerstag (16.11.) ist mir dann dasselbe wieder passiert. Da wurde (wahrscheinlich) die Straßenbahn der Linie A mit Steinen beworfen und dabei wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus musste. Daraufhin haben die Mitarbeiter wieder gestreikt. Leider hatte ich kurz vorher meine Wocheneinkäufe im Supermarkt gemacht und durfte folglich mit meinem ganzen Kram (der übrigens recht schwer war) 8 Stationen nach Hause laufen. Hat wieder ca. 40min gedauert. Danach war ich echt fertig. Ich hoffe nur, dass das hier nicht allzu oft passieren wird.
Dieses Wochenende (18./19.11.) bin ich mit drei meiner Arbeitskollegen (Julien, Jennifer und Tetsu) nach „Les gorges du Verdon“ gefahren. Dabei handelt es sich um einen Canyon durch den man durchwandern kann. „Les gorges du Verdon“ liegt in der Nähe von Dignes (das liegt im Süden „in der Nähe“ von Marseille). Ich würde euch gern beschreiben wie schön es dort war, aber ich finde einfach keine Worte dafür. Es war einfach atemberaubend schön, weil ich so etwas noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hab. Es war wirklich traumhaft schön…Aber die Wanderung an sich war sehr anstrengend für mich, da ich solche Tracks nicht gewöhnt bin. Es ging echt ständig bergauf und –ab (mit richtigen Kletterabschnitten) und Julien ist ja so etwas wie ein Wanderfreak. Für ihn war der Track echt kinderleicht und dementsprechend schnell ist auch losgelaufen. Aber nach einer Weile hab ich dann kapituliert und gesagt, dass ich nicht in dem Tempo weiterlaufen kann, sonst wäre ich wahrscheinlich nach der Hälfte vor lauter Erschöpfung zusammengebrochen. Dann ist er ein wenig langsamer gelaufen, aber immer noch recht schnell (zumindest für meine Verhältnisse). Er hatte Angst, dass wir bei meinem Schneckentempo erst im Dunklen ankommen. Letztlich haben wir für den 18km langen Track 6h gebraucht (mit nur einer Pause!), – in der „Sächsischen Schweiz“ gäbe es dafür keinen Vergleich, wahrscheinlich Schwierigkeitsgrad 5 -. Im Moment hab ich von der Wanderung echt tierischen Muskelkater. Aber kann man nix machen…In der Nacht von Samstag zu Sonntag haben wir dann irgendwo in den Bergen gecampt. Jennifer und ich haben jeweils in den Autos geschlafen und die Jungs eben im Zelt. Und in dieser Nacht war es wirklich saukalt (0°C), denn am nächsten Morgen waren die Scheiben der Autos und auch das Gras gefroren. Naja, wer geht auch schon Mitte November campen…
Gestern Abend war ich dann zu dem Geburtstag von Matthias eingeladen. Und da waren, bis auf vielleicht drei Franzosen, nur deutsche Studenten. War schon etwas komisch. Aber hat natürlich Spaß gemacht, mal einen Abend lang nur in seiner Muttersprache zu reden. Auf jeden Fall kenn ich jetzt wieder ein paar Deutsche mehr, was mir persönlich schon etwas gegen mein Heimweh hilft.
So, das wars´s erstmal wieder aus Grenoble.
Viele liebe Grüße, Katrin
Mir ist jetzt auch kalt!
Also hier ist es jetzt seit letztem Donnerstag auch total kalt. Gefällt mir ja gar ni, aber wenigstens scheint immer noch den ganzen Tag die Sonne. Das macht alles ein wenig erträglicher.
Letzten Dienstag war ich ja zur Halloween-Party in meiner Lieblingskneipe „The London Pub“ und ich muss sagen, dass es wirklich sehr lustig war. Es waren ganz viele Leute als Teufel oder Hexen verkleidet oder hatten irgendwelche Monster-Masken auf. Und ich hab mich dort mit meinen neuen Freunden Robert und Mohamed getroffen. Die Geschichte wie ich Robert kennen gelernt hab, ist übrigens sehr lustig. Vor zwei Wochen war ich mal wieder im „London Pub“ und da ist mir Robert aufgefallen. Das lag daran, dass ich ja die ganze Zeit nach anderen Deutschen Ausschau gehalten hab und Robert sah einfach so typisch deutsch aus (was auch immer das bedeuten mag), sodass ich einfach auf ihn zu gegangen bin und ihn gefragt hab, ob er aus Deutschland kommt. Er hat natürlich mit „ja“ geantwortet. Seitdem hab ich einen deutschen Freund in Grenoble. Is schon was feines, wenn man sich gelegentlich in seiner Muttersprache unterhalten kann. Und Mohamed ist sein Arbeitskollege (beide sind übrigens Physiker). Er ist auch ein total netter Mensch und der erste Kerl, der freiwillig mit mir shoppen gehen will. Mohamed liebt nämlich Shopping.
Am Mittwoch hab ich dann mal einen Rundgang durch die Altstadt gemacht. Dazu hatte ich ne Beschreibung in meinem Reiseführer mit ausführlichen Erklärungen zu Gebäuden und Plätzen. Will ja meine neue Heimat so gut wie möglich erkunden.
Donnerstag konnte ich dann zum ersten Mal nicht auf Arbeit gehen. Wie die meisten ja wissen, hab ich ein kleines Problem mit meinen Rücken und meiner schiefen Wirbelsäule. Und wenn sich das Wetter so drastisch ändert, wie es letzte Woche der Fall, bekomme ich immer tierische Rückenschmerzen, sodass ich mich nicht mehr bewegen kann. Folglich lag ich wirklich den ganzen Donnerstag nur im Bett, selbst das zur Toilette gehen war schmerzhaft. Aber es gibt ja glücklicherweise Paracetamol.
Freitag war ich dann wieder auf Arbeit und da haben mir drei meiner Arbeitskollegen erzählt, dass sie diese Woche an einer Tagung zum Thema „Magnesiumwerkstoffe“ teilnehmen. Und ratet mal, wo diese Tagung stattfindet? Richtig, in Dresden! Welch Zufall! Hab ihnen den dann ganzen Vormittag lang erklärt, welche Sehenswürdigkeiten sie unbedingt besuchen müssen und wo man abends hingehen kann. Dabei war ich schon ein wenig traurig…Dann hab ich meine Arbeitskollegen gefragt, ob sie mir nicht vielleicht ein Päckchen von meiner Familie mitbringen können. Ist schließlich billiger und schneller als eins zu schicken. Und da geht jetzt mein lieber Brudi diese Woche in das Hotel, wo meine Arbeitskollegen wohnen, und gibt das Päckchen für mich ab. Jaja, mein Brudi is so lieb!!!
Am Samstag war ich mit einer Freundin, Marie, zum ersten Mal in einem Museum, und zwar im Kunstmuseum. Also nach zwei Stunden war ich echt fertig. In Grenoble steht, glaub ich zumindest, das drittgrößte Kunstmuseum des Landes. Das Museum ist echt so riesig. Ich dachte echt, ich werde nie fertig mit der Besichtigung. Alles in allem haben mir die Bilder der französischen Im- und Expressionisten am besten gefallen. Aber ich muss sagen, dass „Moderne Kunst“ echt absolut gar nichts für mich ist. Ich kann mit den meisten Bildern oder Skulpturen irgendwie gar nix anfangen, so nach dem Motto „Was will der Künstler damit wohl ausdrücken???“. Bin da manchmal fast verzweifelt.Danach sind Marie, ich und noch drei weitere Freundinnen von Marie zusammen ins Kino gegangen. Und zwar in „Der Teufel trägt Prada“. Der Film ist ja so lustig! Das Gute ist, dass alle amerikanischen Filme in der Original-Version (also Englisch J) mit französischen Untertiteln laufen. So versteh ich wenigstens das Meiste. Aber am lustigsten war eigentlich das Kino an sich. Die Leinwand war vielleicht 2m breit und 4-5m lang, also winzig für deutsche Verhältnisse und in den Saal haben max. 40-50 Leute gepasst. Alles war so klein! Danach waren wir dann Bier trinken (wie immer, ich weiß…). Ich muss echt sagen, dass ich noch nie soviel Alkohol in so kurzer Zeit getrunken hab, wie seit ich hier bin. Ist irgendwie erschreckend. Ich glaub, wenn ich wieder nach Hause komme, bin ich echt trinkfest.
Sonntag hab ich mich dann mit Thomas wieder im Internet getroffen und wir haben uns eine Stunde lang über die Webcam gesehen und miteinander geredet. Das ist echt so unglaublich toll!!! Ich geh danach immer total beschwingt und überglücklich nach Hause, wie als wär ich high (… nach meiner wöchentlichen Dosis Thomas). Bin echt froh, dass wir diese Möglichkeit haben, um uns zu sehen. Das lindert die Sehnsucht schon ein bißchen (zumindest kurzzeitig).
Ja, und gestern hab ich endlich meine These für meinen kleinen Beleg in Textform gebracht. Das heißt, ich hab endlich einen halbwegs strukturierten Plan für mein Praktikum. Nebenbei mache ich dann immer Experimente. Sintern ist ein sehr langwieriger Prozess…, dauert immer den ganzen Tag. Das Tolle an meiner Arbeit ist, dass ich selber entscheiden muss, bei welcher Temperatur ich sintere und wie lange es dauern soll… Bin also wirklich gefordert und muss mir immer wieder Überlegen, wie ich den ganzen Sinterprozess am effektivsten gestalten kann, sodass dann eine optimal gesinterte Stahlwolle mit guten mechanischen Verhalten bei rauskommt. Ich bin absolut froh, dass ich so ein anspruchvolles Praktikum absolvieren kann, wobei ich auch viel über die Themen Konstruktionswerkstoffe und Sintervorgänge lerne. Das hilft mir sehr für mein weiteres Studium. Und ich lerne wie man eine Forschungsarbeit aufbaut (ist ja auch der Sinn des Praktikums). Ich war ja bis jetzt noch nie so auf mich allein gestellt (am Fraunhofer Institut hab ich ja nie wirklich selbstständig arbeiten können), aber ich freue mich auf diese Herausforderung, denn meine Arbeit ist sehr interessant und macht mir echt viel Spaß.
So, dass war´s erstmal wieder von mir. Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn ihr auch mal einen Comment zu meinen Tagebucheinträgen schreibt. Bin immer ganz traurig, wenn ich keine Resonanz auf das Geschriebene bekomme. Also, traut euch!
Liebe Grüße nach Deutschland!
Hallo Ihr lieben im kalten Deutschland!
Mir wurde bereits mitgeteilt, dass es in Sachsen Ende der Woche das erste Mal schneien soll. Da kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier in Grenoble sind immer noch 20°C. Es ist zwar manchmal bewölkt, aber seit ich hier bin, hat es tagsüber noch nie geregnet, nur nachts. Das ist schon toll. Letzte Woche war hier noch mal richtig Sommer (30°C). In meiner Mittagspause hab ich mich dann immer in den Park verkrümmelt und ein kleines Mittagsschläfchen in der Sonne gemacht (hach war das schön…).
Inzwischen hab ich mich auch ganz gut eingelebt. Ich lern oft neue Leute kennen, wobei man sagen muss, dass die Franzosen ein sehr nettes, freundliches und aufgeschlossenes Völkchen sind. Wann immer ich wenn kennen lerne, verabredet man sich schon wieder für das nächste Treffen. Deswegen war ich auch das ganze Wochenende unterwegs. Aber so kommt wenigstens keine Langeweile auf und ich fühl mich ni so alleine.
Am Freitag war ich auf Seb´s Party. Er hatte letzte Woche seine Doktorarbeit beendet (Thema: Metallische Gläser) und hatte Freitag schon mal eine Probe-Präsentation. Jetzt muss er sie nur noch verteidigen und dann ist er Doktor der Materialwissenschaft. Das muss man natürlich gebührend feiern, was wir Freitag eben getan haben (die richtige Party ist aber erst Ende November). Auf der Party hab ich dann auch wieder viele neue interessante Leute kennengelernt. Mit Delphine war ich dann Sonntag beim Hip Hop Contest (aber davon später mehr…). Es ist auf jeden Fall interessant mal auf ne französische Party zu gehen, da manche „Bräuche“ doch ein recht anders sind. Als die Jungs betrunken waren, haben sie angefangen sich Kopfnüsse zugeben und die Kopfnuss wurde dann an die nächste Person weitergegeben. Zum Schluss haben sich dann alle ein Kuss auf den Mund gegeben. Dazu muss man sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt das einzige weibliche Wesen im Raum war. Folglich habe ich ganz schnell die Flucht auf den Balkon ergriffen, da mir dieser „Brauch“ doch ein wenig „unheimlich“ erschien… Aber alles in allem war es ein recht lustiger Abend!
Am Samstag hab ich mich dann mal um meinen leeren Kühlschrank gekümmert und bin in den nächsten Supermarkt („Carrefour“) gefahren. Die Supermärkte sind hier um so vieles größer als die, die ich aus Dresden kenne – vielleicht ein bisschen wie Selgross – auf jeden Fall brauch ich immer Stunden bis ich alles gefunden habe. Und dann ist sogar ein Wunder geschehen, ich hab deutsches Vollkornbrot entdeckt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich darüber gefreut hab. Aber hier gibt’s keinen Grießbrei und das macht mich ein wenig traurig, da es eigentlich eins meiner absoluten Lieblingsgerichte ist, aber da muss ich eben auf mein nächstes „Ostpaket“ warten. Da bekomm ich dann auch echten Dresdner Stollen, da freuen sich auch meine Arbeitskollegen schon ganz doll drauf.Danach war ich dann zum ersten Mal in meinem Leben in einem Waschsalon (nach drei Wochen war das auch dringend nötig). Aber ich muss sagen, dass das ganz schön teuer ist. Für eine Maschine bezahlt man 2,50€ und der Trockner kostet auch noch mal 2€. Aber da häng ich meine Wäsche lieber zu Hause auf, sonst wird ich noch arm (Frankreich ist echt so verdammt teuer…).
Abends hab ich mich dann mit einem japanischen Arbeitskollegen – Tetsu – getroffen. Wir sind in mein Lieblingspub gegangen, wo immer recht viele Ausländer sind und eigentlich alle Englisch sprechen. Haben dann einen Ami, einen anderen Japaner, einen Deutschen und ein Marrokaner kennengelernt. Ist also echt ne Multi-Kulti-Kneipe. Später sind haben wir uns dann noch mit anderen Freunden von mir getroffen, da einem von denen ne Kneipe gehört. Seine Freundin hat uns dann Freikarten für ne Disko gegeben, wo wir dann auch noch hin sind. Die Disko befindet sich in einer Art Kellergewölbe und ist sehr nett, ist aber, glaub ich zumindest, eher so was wie ne Oldiedisko. War trotzdem sehr nett!
Am Sonntag hab ich dann endlich Thomas wieder gesehen. J Zwar „nur“ über Webcam, aber ich hab mich so unendlich doll gefreut ihn endlich mal wieder zu sehen und dabei seine Stimme zu hören. Ist schon ne sehr tolle Erfindung!Danach war ich mit Delphine, Elodie und Sabine bei einem europäischen Hip Hop Contest. Da waren Gruppen aus Deutschland, Tschechien, Italien, Spanien, Frankreich…War das erste Mal, dass ich auf so nem Contest war und ich muss sagen, ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Die Battles waren teilweise so krass, man kann das gar ni mit Worten beschreiben. Ich hoffe, dass ich das Video hier auf die Seite stellen kann, damit ihr sehen könnt, was ich meine. Hab auch kurz mit der deutschen Crew „Style Crax“ gequatscht und ein Erinnerungsphoto gemacht. Vielleicht seh ich sie ja in Deutschland mal wieder…
Wie ihr sehen könnt, geht’s mir hier also recht gut. Ich hab inzwischen schon einige wirklich sehr nette Leute kennengelernt und ich bin viel unterwegs, sodass mir selten langweilig ist. Heute werde ich zu einer Halloween-Party gehen. Halloween ist in Frankreich sehr populär, viel mehr als in Deutschland. Bin also sehr gespannt, was mich da erwarten wird.
Von meiner Arbeit berichte ich ein anderes Mal, wird sonst zuviel! J
Alles tut weh!
Wie ich bereits angekuendigt hatte, war ich dieses Wochenende mit drei meiner Arbeitskollegen wandern und klettern. Und jetzt hab ich tierischen Muskelkater vor allem in Beinen und Po. Trotzdem war es ein super schoenes Wochenende, weil ich so ein Trip noch nie zuvor gemacht hatte.
Am Samstag haben wir uns um 13h in der grossen Einkaufs-Mall getroffen, um Essen zu besorgen. Naja, es gab halt das uebliche, tagsueber Brot mt Wurst und Kaese und abends Spagetti Napoli mit Kaese. Aber man wird wenigstens satt. Gegen halb 3 sind wir dann mit dem Auto ca. 40km in Richtung der Berge gefahren. Und dann ging’s richtig los. Wandern in Grenoble ist bei weitem ni so poppelig wie in der “Saechsischen Schweiz”, da die Berge ja viel hoeher und steiler sind. Also war ich schon nach 500m total fertig, weil ich so steile “Wege” (eher Trampelpfade) gar ni gewohnt bin. Ausserdem hatte ich ja meinen Bagpack auf dem Ruecken mit all meinen Klamotten, Schlafsack und Isomatte, da is das eben alles ni mehr ganz so einfach. An der ersten Wegkreuzung haben wir dann beratschlagt, welchen weiteren Weg wir nehmen wollen. Eigentlich wollten die Jungs noch auf den Gipfel (2200m) von dem Berg, der auf den Photos zu sehen ist, aber das haette ich nie im Leben geschafft. Also sind wir “nur” zu einen Aussichtspunkt auf 1760m Hoehe gewandert. War trotzdem anstrengend genug (zumindest fuer mich). Als wir auf dem Gipfel waren, wurde erstmal ne Bierpause eingelegt, bevor wir dann weiter zur Huette gewandert sind. Die Huette in der wir uebernachtet haben, war einfach nur ein kleines Holzhaus mit einen Ofen und nem Tisch mt zwei Baenken. Zum Schlafen haben wir uns auf den Betonboden gelegt. Es gab also kein Wasser, keinen Strom, kein Klo…sozusagen gar nix, ausser der tollen Natur und der ungewohnten Ruhe. War schon toll (aber saukalt)! Gegen 20h kam dann noch ne andere Gruppe Jugendlicher in die Huette, waren so ne Art alternative Punks, die den ganzen Abend nur getrunken und gekifft haben. Aber naja, muss man mit leben. Wir haben uns dann in ne andere Ecke verkruemmelt und Karten gespielt… Hab glaub ich beim Karten spielen mind. 20 Spinnen erschlagen, war ganz schoen eklig da zu schlafen…Es gab ja trotzdem noch ganz viele! Am naechsten Morgen (Sonntag) sind wir dann so gegen 11h zurueck zum Auto (diesmal auf nem “normalen” Wanderweg), wo wir dann unsere Kletterausruestung geholt haben. Und dann ging’s zum Kletterfelsen.
Die Jungs haben zuerst das Seil befestigt und mir dann nur ne kurze Einweisung in die Technik gegeben. Ich sollte mich immer gut festhalten und aus den Knien heraus abdruecken, wenn ich den naechsten Schritt mache. Das war’s. Also bin ich einfach raufgeklettert, bis ich an ner Stelle war, wo ich ni mehr weiter wusste, weil ich nix zum festhalten hatte. Da haben sie dann gesagt, dass ich irgendwie weiter muss, denn erst, wenn ich es bis nach oben auf den Vorsprung geschafft hab, darf ich wieder runter. Naja, nach 5min hab ich es dann doch irgendwie hinbekommen. Und als ich dann oben war, war ich total stolz auf mich und ueberwaeltigt von dem phaenomenalen Ausblick. Ich muss sagen, Klettern macht unglaublich viel Spass und ich werd bestimmt naechstes Jahr nen Unisportkurs im Klettern belegen um mehr darueber zu lernen.
Gegen 18h war ich dann wieder zu Hause und glaubt mir, ich hab mich noch nie so auf ein heisses Bad gefreut wie an diesem Abend. Hab ja 2 Tage die gleichen Klamotten angehabt und nie Wasser gesehen, von daher…
Alles in allem, war es ein super schoenes Erlebnis, dass ich nicht missen moechte.
So, wenn ich jetzt nach Hause komme, bin ich mal gespannt ob mein “Ostpaket” da ist. Sollte ja eigentlich schon letzten Freitag da sein… :’( Aber die bei der Post sind ja nu ma ni die schnellsten…
Liebe Gruesse aus Grenoble!
Hab es endlich geschafft meinen Blog fertigzustellen und alle Photos hochzuladen und zu meinen Blog zu verlinken.
Bin ja nun schon 10 Tage in Frankreich und ich muss sagen, dass es mir hier sehr gut gefaellt. Die Menschen sind so freundlich und offen… Und die Stadt ist auch total schoen.
Auch auf Arbeit ist es super, (bis auf die super alte Technik die dort benutzt wird). Die Leute sind super nett und wir gehen oft nach der Arbeit Bier trinken. Da sprech ich dann immer den ganzen Abend in Franzoesisch und es wird immer besser. Ich finde, ich mache jeden Tag kleine Fortschritte. Zu Hause spreche ich mit meiner Mitbewohnerin immer in Englisch, da es fuer uns beide einfacher ist. Im Allgemeinen aber sprechen die Franzosen echt total schlecht Englisch, aber so bin ich wenigstens gezwungen schnell Franzoesisch zu lernen.
Am Wochenende werde ich wahrscheinlich mit meinen Arbeitskollegen wandern und anschliessend klettern gehen. Das ist hier so eine Art Volkssport, is aber auch ni weiter verwunderlich bei den vielen Bergen die es hier gibt.
Naechste Woche werde ich mal versuchen einen Sportclub ausfindig zu machen, wo ich vielleicht Volleyball spielen oder Tanzen kann. Vielleicht lern ich da auch neue Freunde kennen, hab ja hier noch ni soviele…
Was mich ein bisschen deprimiert hat, ist, dass es hier keine Clubs gibt, wo man am Wochenende tanzen gehen kann. Die sind alle so weit weg, naja und die Strassenbahn faehrt ja nur bis 24 Uhr. Also lohnt es sich auch ni wirklich dorthin zu fahren. Bleibt mir also nur das Bier trinken in den vielen Kneipen…
Hab heute auch endlich meine EC-Karte bekommen, sodass ich jetzt ein bisschen mehr Geld zu leben hab. Hab auch einen LIDL gefunden, wo ich hoffentlich billiger Lebensmittel einkaufen kann, denn hier ist echt alles so teuer. Vielleicht gibt’s da auch ein paar deutsche Produkte wie Leberwurst oder Teewurst… So was gibt’s naemlich ni in den anderen grossen Supermaerkten. Aber ich krieg ja hoffentlich morgen oder uebermorgen mein erstes “Ostpaket”, wo mein lieber Brudi Wurst reingetan hat. *Freu*
Und ich bekomm auch mein Ladegeraet. Dann funktioniert endlich mein Handy fuer Frankreich. Ansonsten bin ich ja auf dem fedstnetz erreichbar und freu mich immer ganz doll ueber Anrufe aus Deutschland. Natuerlich freu ich mich auch ueber jede andere Form von Nachricht (E-Mail, SMS, oder ihr schreibt einen Kommentar in meinen Blog).
So, das wars erstmal. Muss jetzt wieder nach Hause und Franzoesisch lernen…
Liebe Gruesse
Katrin